Ausstellung „TOHUWABOHU“ Juli-August 2009

Die Ausstellung „Tohuwabohu“, der Malschule Tohuwabohu in Heiligenstedten, war vom 29.Juni bis 31. August in der Stadtbibliothek in Itzehoe zu sehen. Von den insgesamt 37 Malschülern beteiligten sich 31 an der Ausstellung. Gezeigt wurden 86 Exponate. Die Malschülerinnen und Schüler, im Alter von 7-14 Jahren, arbeiteten fast ein dreiviertel Jahr an ihren Werken.

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Es gab drei Aufgabenbereiche:

Im ersten Teil des Aufgabenbereiches wurde,  inspiriert durch die Kölner Malschule,  eine Strichfigur unwesentlich verändert, die als Vorlage diente. Diese Figur galt es  zu kopieren oder zu verändern. Größe ( max. 50 x 60 cm ), Technik, Material, Hinter-bzw. Vordergrund, Titel usw. durften, sollten frei gewählt werden. Fantasie und Kreativität kannten keine Grenzen. Es wurde geklebt, geschnitten, gezeichnet, getupft, gespritzt, gemalt; es entstanden manchmal 3-4 verschiedene Entwürfe bei denen die Entscheidung schwer fiel. Ziel war es 31 verschiedene Werke zu gestalten, nach nur einer Vorlage. Kein Bild durfte den Anderen ähneln.

Der zweite Teil des Aufgabenbereiches befasste sich mit einflussreichen, bekannten Malern/Künstlern. Malschülerinnen und Schüler konnten anhand von Büchern oder Internet, sich „ihren“ Maler/Malerin heraussuchen, dessen oder deren Werk kopiert oder teilkopiert werden sollte. So lernten Malschüler und Eltern Künstler kennen, deren Namen man noch nie gehört hatte, die sich aber dennoch einen Namen in der Kunstgeschichte erarbeitet haben oder hatten. Die Leinwände wurden bis auf eine Ausnahme („Am Stürzelwasser“, Friedensreich Hundertwasser wurde mit Aquarellfarbe gestaltet) mit Acrylfarbe bemalt.

Mit der dritten Ausstellungsarbeit sollte aus 30 Leinwänden ein Seerosenteich entstehen. Also ein „Puzzlebild“. Die Bilder wurden in sechs Gruppen gefertigt . Wenke Knöll, eine Malschülerin, gestaltete das erste Bild. Jeder weitere Ausstellungsteilnehmer hatte die schwierige Aufgabe sein Bild den anderen anzupassen. Er musste auf Farbtöne und Perspektive achten. Besonders schwierig wurde es für den letzten Teinehmer. Das letzte Seerosenbild wurde von Nils Rühmann gefertigt; 3 Stunden vor der Ausstellung in der Stadtbibliothek. Alle Malschülerinnen und Schüler waren sehr engagiert, so manche „Malstunde“ dehnte sich dann schon mal auf 19.30 Uhr aus. Selbst die erwachsenen Malschüler verzichteten zu Gunsten der jungen Künstler auf ihre Malstunden.

                                                                                                                                 

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An drei Tagen wurden die 86 Exponate aufgehängt. Das große Seerosenbild musste  fünfmal neu aufgehängt werden. Das  Bild „Schwarz zu Weiß“ von Lili Martinen wurde sogar verkauft. Alles in Allem war es eine gelungene Ausstellung, wie aus vielen Quellen berichtet wurde. Viele Besucher der Ausstellung konnten nicht glauben, dass die Werke von Kindern gestaltet wurden. 

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